Operationelles Risiko

Operationelles Risikomanagement

Allein durch ihre unternehmerische Tätigkeit hat jede Bank operationelle Risiken, die sie identifizieren, bewerten und überwachen muss. Da diese Risiken überall im Kreditinstitut auftreten, sollte im Idealfall jeder Mitarbeiter aktiv in das operationelle Risikomanagement eingebunden sein, um auf Fehlentwicklungen, eingetretene Schäden und entstehende Risiken hinzuweisen. Operationelle Risiken können bei Mitarbeitern, bei Systemen, bei internen Abläufen und bei externen Ursachen auftreten.
Operationelle Risiken sind gemäß CRR (bzw. der Vorgaben des Ausschusses für Bankenaufsicht aus Basel) mit Eigenmitteln zu hinterlegen. Hierbei kann das Kreditinstitut zwischen drei verschiedenen Ansätzen wählen: der Basisindikatoransatz, der Standardansatz und der fortgeschrittene Messansatz (AMA). In der aktuellen Diskussion steht die Zusammenlegung der ersten beiden Ansätze, um über eine Zusammensetzung von GuV-Komponenten einen verlässlicheren Schätzer für das operationelle Risiko zu erhalten – den sogenannten Geschäftsindikator.

Schadensfallsammlung in der Verlustdatenbank

Die Basis für das operationelle Risikomanagement ist die Sammlung von eingetretenen Schäden – die Verlustdatenbank. Sie dient dem Aufbau historischer Verlustdatenbestände auf Institutsebene im Interesse einer optimierten Risikoabschätzung und Risikoidentifizierung. Bei der anschließenden Schadensanalyse sollte überprüft werden, ob die dahinter liegenden operationellen Risiken weiterhin bestehen. Falls dies der Fall ist, sollten diese direkt in das Management der operationellen Risiken mit einfließen, um sie zukünftig zu vermeiden.

Schulungen und Workshops zum Operationellen Risiko